Spiele für den Außenbereich

1.   Spiel: Den Außenbereich fotografisch erobern

Ab 5 Jahren

Mit diesem Spiel für draußen können die Kinder Natur und besondere Kleinigkeiten intensiv sehen und neu wahrnehmen. Es setzt Vertrauen in den Spielpartner voraus und dass die Kinder die Augen für gewisse Zeit geschlossen halten können.

Das wird gebraucht

• Für jedes Kinderpaar einen Papprahmen So wird's gemacht

Der Rahmen wird folgendermaßen hergestellt: Aus einer Pappe in der Größe von etwa DIN A5 als Loch in der Mitte ein Rechteck ausschneiden, dass noch etwa ein Rand von 4 cm auf allen Seiten bleibt. Die Kinder bilden 2er-Paare. Wichtig ist, dass die Partner sich gut verstehen. Es wird vereinbart, welches Kind der Fotoapparat und wer der Fotograf ist.

So sehen die Kinder die Natur fotografisch

Das Kind, das den Fotoapparat spielt, schließt die Augen und lässt sich vom Fotografen führen. Dieser sucht sich ein schönes Motiv aus, hält den Rahmen etwa 10 cm vor die Augen des Fotoapparats und sagt: "Foto-Klick!" Daraufhin öffnet der Fotoapparat seine Linse (Augen), schaut etwa 3 Sekunden und schließt die Linse wieder. Dabei soll nicht gesprochen werden, um die Natureindrücke nicht zu stören. Es können Nahaufnahmen und Weitwinkel fotografiert werden.

Zum Fotografieren wird der Kopf des Fotoapparates vorsichtig so in die Position gebracht, dass das Motiv gut gesehen werden kann. Tolle Nahaufnahmen entstehen z. B. von Blumen, dem Waldboden, zarten oder besonderen Blättern. Für den Weitwinkel eignen sich der Himmel, eine tolle Aussicht oder Baumkronen. Je nach Konzentrationsspanne, bei Kindergartenkindern etwa 3 bis 4 Minuten, werden Fotoapparat und Fotograf gewechselt.

Spielintensivierung für ältere Kinder

Nach dem Spiel sucht sich jeder einen ruhigen Platz und malt sein Lieblingsmotiv auf ein Blatt. Die Bilder können dann in der Runde gezeigt oder ausgestellt werden.

2.      Spiel: Spielen Sie im Außenbereich Memory

Ab 3 Jahren

Die Aufmerksamkeit auch für die kleinen Dinge schärfen, das ist das Ziel des folgenden Spiels, das Sie im Außengelände der Einrichtung oder auch während einer Wanderung durchführen können.

Das wird gebraucht
·           weißes Tuch
·
           dunkles Tuch
·
           Naturgegenstände, wie Zapfen, ein Ast oder Blätter

So wird's gemacht

Die Naturgegenstände, die Sie bis dahin unauffällig gesammelt haben, werden, ohne dass es die Kinder sehen, auf dem weißen Tuch ausgelegt und mit dem dunklen Tuch bedeckt. Die Kinder sitzen vor dem Tuch. Wichtig ist, dass alle gut sehen können. Heben Sie für etwa 20 Sekunden das dunkle Tuch. Die Kinder sollen dann die Gegenstände in der Natur suchen und mitbringen.

Vereinbaren Sie einen Bereich der direkten Umgebung, in dem die Gegenstände vorkommen, anhand markanter Orientierungspunkte wie Bäume, Hecken oder Wege. Je älter die Kindersind, desto größer kann der Bereich sein. Die Kinder sollten in Stille allein im vereinbarten Bereich suchen und nicht in Gruppen.

3. Spiel: Was ist hier in der Natur falsch?
Ab 5 Jahren
Einfache Spaziergänge finden Kinder oft langweilig. Variieren Sie sie doch einmal folgendermaßen:
Das wird gebraucht
Alltagsgegenstände, zum Beispiel je ein
·           kleines Bild
·
           Kleiderbügel
·
           Parkscheibe
·
           Plüschtier
·
           Banane
·
           Suppenschöpflöffel
·
           und und und ...

So wird's gemacht

Sie gehen der Gruppe voraus und befestigen die Gegenstände am Weg entlang: Bild und Parkscheibe hinter Astgabeln von Bäumen, Kleiderbügel, Banane und Suppenschöpflöffel baumeln vom Baum herunter, das Plüschtier sitzt am Boden usw. Lassen Sie immer etwa 2 Meter zwischen den Gegenständen. Wieder bei der Gruppe, gehen Sie mit den Kindern schweigend den Weg entlang.

Jeder zählt die Gegenstände, die er findet, möglichst, ohne sich gegenseitig darauf aufmerksam zu machen. Am Ende wird zusammengetragen, wie viel und was jeder gesehen hat. Anschließend gehen Sie zurück und sammeln mit den Kindern die Gegenstände wieder ein.

Spielvariante für ältere Kinder

Statt Alltagsgegenständen nehmen Sie Dinge, die in der Natur vorkommen, und ändern sie: Kastanien unter einen Nussbaum legen, ein falsches Blatt an einem Busch befestigen, einen Turm aus Steinen bauen, der so normalerweise nicht daliegt ...